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Thema: Grizzly 700 vs. Autobahn?

  1. #11
    Erfahrener Benutzer Avatar von Cariboo
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    @Ocard,du schreibst das es ein Alltagsgeraet ist,da gebe ich dir recht nur kommt es auf den Alltag an.
    Aber du wirst schon das richtige finden,viel Glueck.

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  3. #12
    Erfahrener Benutzer Avatar von Don Häberle
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    Noch ein bedenkenswerter Aspekt:
    Ich habe mich immer gefragt, warum irgendwelche Heinis z.B. durch das Amazonasgebiet mit amerikanischen Offroadschrott heizen um schließlich dann in Lima mit nichts mehr als einer Handtasche anzukommen, weil das Geraffel irgendwo im Schlamm nach unendlichen Kämpfen gegen Feststecken und mangelnder Traktion im Matsch dann noch die letzte Grätsche machte. Warum nicht das ganze mit einem dicken FENDT/John Deere o.ä. angehen? Der lacht doch da darüber, wo ein WRANGLER dicke Backen macht - zumindest in der Ebene.

    Dann hat sich ein Kumpel von mir als KfZ-Profi einen altern FERGUSON als "Hobby" geholt-ein ziemliches Schiff. Der überführte den trotz Zeit und Spaß am Rumgondeln damit NICHT die 200km auf eigener Achse, da bei Trekkern nach allgemeiner Aussage bei solchen Dauerbelastungen Lagerung, Getriebe etc. ziemlich schnell über die Wupper gehen, weil eben nicht dafür konstruiert. Dann war mir alles soweit klar zu den Matschorgien im Amazonasgebiet etc.

    Das geht also nämlich in Richtung @Quaca. Nicht nur die Antriebsstränge sondern auch das Fahrwerk insgesamt ist für Offroad optimiert ausgelegt. D.H. kurze Laufstrecken mit geringsten, thermischen Beanspruchungen bzw. Umdrehungsanzahlen absolut im Vergleich zu stundenlangen Hochgeschwindigkeitsschruppereien von Straßenmaschinene. Höchste Genauigkeit/Passform (Stichwort: Thermische Verspannung!) ist da auch nicht das Thema sondern extreme, mechanische Robustheit und Stabilität gegenüber Verschmutzung.

    Ähnliches auch für Motorkühlung.

    Autobahnen D sind dabei ein ganz spezielles Thema, das früher sogar englischen Autos (England = traditionelles Landstraßenland) reihenweise Probelme bereitete (Stichwort: Autobahntod von alten LandRover, Spitfire, Austin Healy etc.). Und wer schon mal Kolonnen der US-Army auf der Autobahn gesehen hat, bei der jede MEnge Mühlen immer irgendwo auf dem Standstreifen liegen bleiben, kann sich auch was dabei denken.

    Mein persönliches Fazit daraus:
    Ich fahre nur wenn's gar nicht anders geht Autobahn mit meiner Mühle und dann schön piano, wobei die Trucks mit ihren 80 km/h so extrem heizen, dass man da auch nicht gesund mitschwimmen kann, ohne ständig deren heißen Atem im Nacken zu spühren...

  4. #13
    Benutzer Avatar von Ocard
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    Honda VFR 1200FD Candy Prominence Red + Yamaha Grizzly 700 EPS LE Camo
    Hallo allerseits fast vier Jahre, zumindest aber vier Winter später!

    Nochmal vielen Dank an jene, die sich damals die Mühe gemacht und mir ausführliche, sachdienliche Hinweise geschrieben haben.
    Während meines Sommerurlaubs (bzw. schon etwas vorher) hatte ich meine Grizzly nun zur Großdurchsicht beim Händler und möchte euch meine Erfahrungen mitteilen.

    16.000km
    Viel Winterbetrieb mit versalzenen Straßen bei gleichzeitig wenig Reinigung (tägliche Fahrt zur Arbeit bei Schnee und Eis)
    1x im Schwemmsand versenkt, 2x Polaris & Friends OffRoad Treffen wie in anderen Threads zu lesen, einige Geländeausflüge immer gern mit Schlammdurchfahrten (Schlamm Teils bis zur Achse, Wasser Teils bis zur Sitzbank), einige Kilometer auf verschneiten Straßen/Parkplätzen Kreise drehen mit zwo oder vier permanent durchdrehenden Rädern, sowie regelmäßig auf ebenfalls nur zwo Rädern ums Eck sind auch dabei

    Ich war diesmal NICHT wieder beim Händler wo ich sie kaufte, sondern bei meinem Honda-Motorradhändler. Da fühle ich mich besser betreut und habe mehr Vertrauen in die Arbeit.
    Voriges Jahr war ich ja wiederholt wegen Elektrik-Problemen in der Werkstatt, zuletzt war das Licht komplett ausgefallen und wie sich herausstellte, klemmte der Fußbremshebel. Mein Mechaniker hat diverse Kabelbrüche behoben, Lötverbindungen die sich gelöst hatten neu gesetzt, Kabel ersetzt und neu verlegt, Heizgriffe (waren durchgescheuert, dafür kann aber weder Yamaha noch der verkaufende Händler was) und den An-/Aus-Schalter für die Heizanlage ersetzt, einige Bowdenzüge ersetzt, den Riemen, den hinteren rechten Bremssattel gerichtet.
    Letzterer war so weit verbogen, dass die Beläge nicht mal mehr anlagen, der andere schliff (sehr lustiges Abnutzungsbild am Belag). Da muss iwas größeres gegen geknallt sein.

    - In diesem Zusammenhang: Ein Ersatz kostet wohl 350€ je Einkolben-Bremssattel. Eine Unverschämtheit von Yamaha sonders gleichen. Wenn jemand eine preisgünstige Zubehör-Alternative kennt, bin ich für jeden Hinweis dankbar.

    Ganz nebenbei war das Fahrzeug beim Mechaniker drei mal in der Waschstraße (Fahrzeugwäsche ist bei mir kostenfrei inklusive, ich hab schon fast ein schlechtes Gewissen), Endreinigung erfolgte dann beim Zerlegen. Ich geb's zu, ich bin was Reinigung angeht etwas nachlässig, wie gesagt, sowohl Motorrad als auch ATV sind Alltags-Arbeitstiere und ich weiß mit meiner Freizeit besseres anzufangen als zu putzen.
    Ich kann meinem Mechaniker nur wirklich danken, ich meinte direkt beim auf den Hof fahren (nachher hole ich das Motorrad mit dem neuen Reifensatz wieder ab, yeah), ich erkenne sie so sauber gar nicht wieder. Wirklich alles glänzend und wieder top leichtgängig, super.
    Einige nicht genutzte aber trotzdem Strom führende (!) Kabel hat er raus genommen, einem Schalter der von Anfang an ohne Funktion war eine zugewiesen und mich darauf hingewiesen, dass der TÜV (fällig im Februar) manchmal nach einem Standlicht verlangt.

    - In diesem Zusammenhang: Kennt ihr eine Variante, die LED-Spiegelblinker als Standlicht matter leuchten zu lassen oder nur die äußeren LEDs? Oder einen Zusatzanbau im Bereich der Scheinwerfer (sind schon gegen LED-Scheinwerfer ersetzt)?

    Letztes verbliebenes Sorgenkind ist die Schaltwelle, die schon viel Spiel hat und aus deren Dichtung es leckte. Dichtung gewechselt, ich soll das beobachten. Falls dort noch mal Teile gewechselt werden müssen, hängen die Kosten wieder von den Yamaha-Ersatzteilpreisen ab.

    Viele der Defekte sind auf Salz und OffRoad-Einsatz zurückzuführen, da kann man keinem einen Vorwurf machen, einiges ist auf im Verlauf ungünstig verlegte Kabel und Lötstellen zurückzuführen. Ich muss noch mal meinen Mechaniker loben, aber auch dazu sagen, dass ich sage "wenn du einmal dabei bist, mach es ordentlich, über den Preis reden wir dann später" - nicht das Geld keine Rolle spielen würde, aber ich kann mich drauf verlassen, dass mir in dieser Werkstatt faire Preise gemacht werden und ich immer gern gesehener Gast bin.

    Bleibt noch das Getriebe. Wie gesagt, Schaltwelle muss beobachtet werden, aber alle Kegel der Vario sehen noch top aus, der Riemen hat ebenfalls ein ganz sauberes Verschleißbild und ist knapp unter der Wechseltoleranz, also genau im richtigen Moment getauscht.
    Das sind gut 16.000km mit dem ersten Riemen, bei zuvor beschriebenem Nutzungsprofil. Auf der Autobahn fahren die LKW meist 93...96km/h nach meinem Tacho, einige 86...89km/h. Höchstgeschwindigkeit der Grizzly sind exakt 100km/h nach Tacho und ich behindere niemanden. Nähert sich ein LKW von hinten, gehe ich mit dem Tempo entsprechend hoch, bis sich eine Lücke bietet um ihn vorbei zu lassen, sobald er links raus ist, gehe ich vom Gas runter bis auf knapp 70km/h und beschleunige dann wenn er eingeschert ist wieder auf ca. 80km/h. Hängt natürlich auch etwas von der Verkehrsdichte ab.
    Auf der Landstraße fahre ich meist zwischen 70 und 80km/h, außer ich hab's eilig. Feldwege fast nie über 60...70km/h.

    P.S.:
    Was ich gar nicht verstehen kann und trotzdem beinahe zu schreiben vergessen hätte: Die Schweißungen von Yamaha sind... nun, ich bin nicht überzeugt davon. An sämtlichen Schweißpunkten der Gepäckträger ist die Beschichtung abgeplatzt und Rost zu sehen, auch an den mechanisch unbelasteten. Genau so die an sich schicken LED-Spiegelblinker, da ist die Beschichtung von den Armen komplett ab und sie sind verrostet. Bei den Teilen, die von unten Salz abbekommen verstehe ich das, aber dort?
    Beim Endschalldämpfer warte ich schon seit einiger Zeit, dass er sich einfach auflöst, aber auch da noch mal Lob an meinen Mechaniker. Hitzereflektor neu angepunktet und den ganzen ESD mit Rostschutzfarbe überpinselt. Ich klopfe auf Holz für den nächsten TÜV-Termin.
    - In dem Zusammenhang: Kennt jemand einen hübschen ESD in Carbon oder wenigstens mindestens in Edelstahl als Ersatz?


    Vielleicht freut sich ja jemand über den Erfahrungsbericht. Auf die nächsten 4 Jahre.
    Geändert von Ocard (21.07.2017 um 11:18 Uhr)

  5. #14
    Erfahrener Benutzer Avatar von HANK
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    Danke für den Bericht. Für Ersatzteile würde ich bei ebay USA nachschauen - Yamaha sind dort trotz Zoll und Versand günstiger zu bekommen.
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  6. #15
    Erfahrener Benutzer Avatar von Tueti on Tour
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    Interessanter Beitrag Ocard. Tolles Feedback.
    "Und so verliebte sich der Löwe in das Lamm"
    Stephenie Meyer in "Biss zu Morgengrauen"




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